Erhöhte Brandsicherheit in unserer Kindertagesstätte
In den letzten Jahren hat es sich unsere Freiwillige Feuerwehr Wanfried zur Aufgabe gemacht, unsere Schultütenkinder auf die Gefahren sowie auf die richtigen Verhaltensweisen bei einem Brand zu schulen.
Aber nicht nur für die Kinder ist es von großer Notwendigkeit, sich in einem Brandfall richtig zu verhalten, nein, gerade auch wir als Kindertagesstättenteam müssen mit gutem Beispiel vorangehen. Dazu gehört wiederum eine angemessene „Schulung“. Diese durften wir am vergangenem Montag bei der Freiwilligen Feuerwehr Wanfried erfahren.
Das Thema des Abends war: „Der Umgang mit dem Feuerlöscher.“
Zu Beginn klärte uns Peter Thiel, der 1.Vorsitzende und Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Wanfried, über einige allgemeine Verhaltensweisen bei einem Brand auf, die da lauten:
- Ruhe bewahren
- Feuerwehr durch den Notruf 112 alarmieren
- Mitbewohner warnen und ins Freie bringen
- Alle Türen und Fenster schließen
- Entstehungsbrand ohne Gefahr für die eigene Person bekämpfen
Anschließend stellte uns Peter Thiel verschiedene Arten von Feuerlöschern vor. Zum einem zeigte er uns einen Dauerdrucklöscher, bei dem der Druck im Behälter sofort einsatzbereit ist. Beim Aufladelöscher dagegen wird der Druck erst nach Betätigung bzw. durch Aufdrehen der Außenflasche aktiviert und ist dann erst einsatzbereit.
Bei den tragbaren Feuerlöschern unterscheidet man zwischen:
- 2 kg mit einer Löschdauer von 2 - 4 sec.
- 6 kg mit einer Löschdauer von 6 - 8 sec.
- 12 kg mit einer Löschdauer von 10 - 18 sec.
Wichtig: Die Feuerlöscher dienen nur zum Löschen eines Entstehungsbrandes.
Bevor wir nach diesem theoretischen Teil aktiv in die Handhabung eines Feuerlöschers eingewiesen wurden, gab es noch einige Informationen, die beim Umgang mit den Feuerlöschern zu befolgen sind:
- Immer die Windrichtung beachten
- Das Löschmittel stoßweise abgeben und dabei auf die Zeit achten
- Mehrere Feuerlöscher einsetzen, wenn vorhanden
- Auf Wiederaufflammen des Feuers achten
- Gebrauchte Feuerlöscher auffüllen lassen
Dann war es soweit! Jeder von uns musste einen Feuerlöscher entsichern und damit einen, durch einen Brandsimulator erzeugten Brand löschen. Dies war gar nicht so einfach, da jeder Feuerlöscher eine andere Handhabung zum Entsichern hatte. Aber wie heißt es so schön? „Übung macht den Meister!“ Und so war es auch. Nach ein paar Probedurchgängen waren wir alle in der Lage, einen Feuerlöscher zu bedienen.
Zuerst löschte jede einzeln das Feuer und anschließend behoben wir den Brand zu zweit. Wir verwendeten bei diesen „Einsätzen“ jedoch keine Schaumlöscher, sondern führten die Übungen mit Wasserlöschern durch, um das Gelände der Feuerwehr nicht in eine „Winterlandschaft“ zu verwandeln.
Wichtig: Regelmäßige Wartung und Prüfung von Feuerlöschern, d.h.:
- funktionsfähig halten
- vor Beschädigung schützen
- regelmäßige sachkundige Prüfung
Zum Schluss dieser Unterrichtseinheit führten uns die Kameraden der Feuerwehr, an Hand des Brandsimulators, eine Fettexplosion vor. Hierbei ist es wichtig, dass man bei der Brandbekämpfung kein Wasser einsetzt, da durch die kleinste Menge Wasser das Fett erst richtig in Brand gesetzt wird. So bekämpft man z.B. eine Fettexplosion in einer Pfanne mit einem feuchten, aber nicht tropfenden, Tuch.
Diese „Schulung“ vermittelte uns allerhand Wissen, nahm uns aber auch die „Angst“ mit dem Umgang eines Feuerlöschers.
Bevor wir uns von den Feuerwehrkameraden mit einem „herzlichen Dankeschön“ sowie einem kleinen Präsent verabschiedeten, übergab uns Peter Thiel noch einiges Informationsmaterial für unsere Kindertagsstätte.
Doch dies war noch nicht alles zur erhöhten Brandsicherheit in unserer Einrichtung.
Am darauffolgenden Tag bekamen wir Besuch von den beiden Schornsteinfegern Horst Wagner und Jörg Gebauer. Wenn ein Schornsteinfeger ins Haus kommt, dann will er eigentlich den Schornstein reinigen. Dies war aber bei uns nicht der Fall!
Herr Wagner und Herr Gebauer wollten zur Sicherheit der Kindertagesstätte beitragen, indem sie unsere Einrichtung mit Rauchwarnmeldern ausstatteten.
In den Gruppenräumen Zauberwald, Wichtelnest, Elfental und Waldschlösschen wurde jeweils ein Rauchmelder angebracht. Der Flurbereich wurde mit zwei und der Turnraum mit einem Rauchmelder versehen.
Dies sind aber keine herkömmlichen Rauchwarnmelder, sondern sie sind mit speziellen Funkmodulen miteinander vernetzt. Somit ist im Gefahrfall eine Alarmierung im gesamten Haus sichergestellt. Gleichzeitig sorgen diese Funkmodule dafür, dass der Alarm im gesamten Gebäude zu hören ist.
Und dass dies auch der Fall ist, haben wir nach dem Anbringen der Rauchwarnmelder gleich erfolgreich getestet. Herr Gebauer drückte den Testknopf so lange, bis der Alarm ertönte und die rote LED-Anzeige blinkte. Dieses Warnsignal schrillte, so wie es sein muss, durch unsere ganze Kindertagesstätte. Wir waren froh, als Herr Gebauer den Testknopf wieder los ließ und kurz darauf der Piepton verstummte.
Also, wenn es qualmt, dann piept es!!!
Die Rauchwarnmelder besitzen eine Haltbarkeitsdauer von 10 Jahren. Diese lebens-rettenden Geräte müssen jedoch regelmäßig, einmal wöchentlich, manuell getestet werden.
Zu unserer großen Freude sponserten Herr Wagner und Herr Gebauer der Kindertagesstätte die Rauchwarnmelder, deren Preis bei 420 Euro liegt.
Die stellv. Kindertagesstättenleiterin Kathrin Krause bedankte sich, auch im Namen, von Silke Koch, ganz herrlich bei Horst Wagner und Jörg Gebauer für diese großzügige Spende.
Trotz erhöhter Brandsicherheit in unserer Kindertagesstätte, ermöglicht durch die „Schulung“ für das Team durch die Freiwillige Feuerwehr Wanfried, sowie die Spende der Rauchwarnmelder durch die Schornsteinfeger Horst Wagner und Jörg Gebauer wünschen wir uns auch für die Zukunft, nie in eine Brandsituation zu kommen.



Erhöhte Brandsicherheit in unserer Kindertagesstätte







