Herbstwanderung zum Kalkhof
In der ersten Oktoberwoche zeigte sich der Herbst von seiner schönsten Seite.
Um diese Jahreszeit einmal auf eine besondere Weise zu genießen, entschlossen wir uns spontan zu einer Wanderung.
Während die Natur noch in einen morgendlichen Nebelmantel gehüllt war, machten sich die Kinder und Erziehrinnen der Ev. Kindertagesstätte am Plessefelsen auf den Weg zum Kalkhof.
Da es für unsere „neuen Kinder“ der erste größere Ausflug war, nahmen wir neben unseren, mit Proviant gefüllten, Rucksäcken auch zwei Bollerwagen mit. Unser Wanderweg führte uns an den Bauernhöfen der Familien Roth und Walter vorbei. „Da schau mal ein Traktor mit Anhänger“, sagte Leon ganz aufgeregt zu seinen Freunden. „Ja, und noch ein Mähdrescher“, antwortete Sebastian.
In der Zwischenzeit drangen die ersten Sonnenstrahlen durch den Nebelmantel und vor uns lag die Plesse umrahmt vom Wald, dessen Bäume ein buntes Blätterkleid trugen. Während die größeren Kinder die Gegend schnell erkundeten, erforschten die jüngeren Kinder ihre Umgebung ganz genau. Die Schnecken und Regenwürmer, welche über den Feldweg krochen, wurden entweder in die Jackentasche gesteckt oder an den Wegesrand gelegt. Aber auch die vielen „Pferdeäpfel“, die mitten auf dem Feldweg lagen, wurden genau betrachtet.
Als wir an dem „Schafstall“ ankamen, hatte die Sonne entgültig den Nebel verdrängt. Da so ein langer „Marsch“ hungrig macht, breiteten wir unsere Decken aus und genossen bei strahlender Herbstsonne unser Picknick.
Frisch gestärkt machten wir uns auf eine Erkundungstour über den Kalkhof.
Als erstes warfen wir einen Blick in die Schafställe und sagten den Schafen kurz „Hallo“, bevor wir zu den Pferden gingen. Die größeren Kinder waren sehr mutig und streichelten die Pferde, während unsere „Kleinen“ noch etwas Abstand von den Tieren hielten.
Dann kamen wir an einen großen, alten, aber sehr schönen Kastanienbaum, welcher nicht nur ein buntes Blätterkleid trug, sondern schon seine Früchte abgeschüttelt hatte.
Diese lagen auf der ganzen Wiese verteilt und für uns hieß es nun: „Auf die Kastanien, fertig und los!“ Das war ein Riesengaudi! Nicht nur unsere Plastiktüten waren bis obenhin mit Kastanien gefüllt, nein auch die Hosen- und Jackentaschen der Kinder waren dicke voll.

„Schau mal, dort drüben auf der Wiese. Das sind ja komische Tiere“, rief Lea ganz aufgeregt. Conny ging mit einigen Kindern zu der Wiese, auf der drei Lamas standen, welche gar nicht scheu waren, sondern sich über den Besuch freuten. Die Lamas kamen ganz dicht an den Zaun heran, ließen sich streicheln und schlossen sofort Freundschaft mit uns. Ganz besonders vernarrt waren sie in unsere Conny. Sie liefen hinter ihr her und hatten auch nichts gegen ein Küsschen einzuwenden ( ha, ha, ha).
Zum Abschluss unserer Entdeckungsreise trafen wir auf Frau Ilse von Scharfenberg, die Besitzerin des Kalkhofes, welche uns wie immer herzlicht begrüßte. Frau von Scharfenberg freute sich über unseren Besuch und hielt für jeden von uns eine Überraschung in Form einer Süßigkeit bereit, worüber wir uns sehr freuten.
Wie heißt es so schön: „Alles hat einmal ein Ende!“ So war auch für uns die Zeit gekommen, unsere Rucksäcke wieder aufzusetzen, unsere, mit Kastanien gefüllten Bollerwagen zu schnappen und den Heimweg anzutreten.
Für uns ging ein schöner Vormittag mit vielen neuen Eindrücken zu Ende und wir freuen uns schon darauf, wenn es wieder heißt: „Auf geht’s zum Kalkhof!“
Vielen Dank sagen wir Frau Ilse von Scharfenberg für die herzliche Aufnahme und die Süßigkeiten.



Herbstwanderung zum Kalkhof







