„Mit nackten Füßen durch das Gras, das macht uns Kindern viel Spaß!!!“
Die ersten Vorboten des Herbstes hüllten Wanfried in eine dicke Nebeldecke ein. Die morgendlichen Temperaturen waren ein weiteres Zeichen dafür, das sich der Sommer dem Ende neigt. Doch dadurch wurde die Freude an unserem Ausflug zum Barfußpfad nicht getrübt. Ganz im Gegenteil; voller Tatendrang packten wir unseren Bollerwagen und machten uns auf den Weg, welcher uns erst einmal durch unser schönes Städtchen führte. Hier und da trafen wir interessierte Wanfrieder, die uns fragten: „Hallo Kinder, macht ihr einen Ausflug?“ „Ja, wir sind auf dem Weg zum Barfußpfad“, antworteten wir voller Freude. „Zum Barfußpfad? Ist das nicht zu kalt für euch?“, fragten sie weiter. „Oh, nein. Bestimmt scheint gleich die Sonne und dann wird es schön warm“, erwiderten wir hoffnungsvoll.
An der Werra angekommen begrüßten wir zuerst die Rehe und die Wild-schweine, die gerade ihr Frühstück verschlangen. Da auch wir nach so einem langen Fußmarsch Hunger bekamen, suchten wir uns an der Tretanlage ein schönes Plätzchen zum Picknicken. Wir breiteten unsere Decken aus und siehe da, schon durchbrachen die ersten Sonnenstrahlen die dicke Nebeldecke. Nachdem wir uns alle gestärkt hatten, der Nebel immer tiefer sank und die Sonne die Erde immer mehr erwärmte, zogen wir unsere Schuhe und Strümpfe aus und liefen über das noch ziemlich feuchte Gras zum Barfußpfad.
Zuerst riefen noch manche Kinder: „Oh, ist das nass und kalt!“ Doch nach einigen Schritten nahmen sie das nicht mehr wahr und gingen frohen Mutes weiter.
Die „Felder“ des Barfußpfades sind mit unterschiedlichen Materialien, wie Sand, Kieselsteine, große Steine, Rindenmulch und Tannenzapfen gefüllt. Bei unserem ersten Rundgang taten uns die Füße doch etwas weh. „Au, mich piekst es am Fuß“, riefen einige Kinder. Andere wiederum gingen über den Barfußpfad, als würden sie über einen weichen Teppich laufen. Je öfter wir über die „Felder“ spazierten, um so mehr „glühten“ unsere Füße. Dies war ein Zeichen dafür, sie gut durchblutet waren.
Anschließend gingen wir zu der Wasserpumpe und wuschen unsere Füße. Dann hieß es: „Alle Kinder ziehen ihre Strümpfe und Schuhe wieder an!“ Natürlich wären wir gerne noch ein bisschen geblieben, aber wie alles Schöne ging auch dieser Vormittag vorbei.
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